Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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„Ah, Du weißt nicht,“ rief die Kleine dazwiſchen, während ihre Züge einen angſtvollen Ausdruck annahmen —„welches Unglück geſtern geſchehen iſt—!“

Der Graf ſtarrte ſein Töchterchen an.

„Nun?“ murmelte er.

„Ich wäre faſt ertrunken, und die Gouvernante, Fräulein Emmy, iſt es wirklich—8!“

Und die Kleine brach in einen Thränenſtrom aus. Sie klammerte ſich ängſtlich an den Vater, als martere ſie ihre Einbildungskraft mit einem ſchrecklichen Bilde.

„Gerechter Himmel!“ lallte der Graf und drückte ſein Kind feſt an ſich.„Ertrunken? Sprich Agnes, wie konnte das geſchehen?“

Das Kind vermochte nicht vor Schluchzen zu re⸗ den. Der Graf, Karl und der alte Chriſtoph blickten be⸗ ſtürzt von der Kleinen auf den Lakaien.

„Fräulein Emmy,“ erzählte dieſer beklommen,„ging geſtern Nachmittags mit der Comteſſe vom Park aus über die Hochwieſe in's Gehölz, und wollte bei der Rückkehr von dort den Weg abkürzen, über die baufällige alte Brücke gehen, die wir den Auftrag hatten, dieſer Tage einzu⸗ reißen—“.

„Wie!“ rief der Graf„und die ich Jedem, ohne Ausnahme, zu betreten verbot?“