Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Die Kleine umſchlang faſt krampfhaft den Hals des Grafen, deſſen Geſichtsmuskeln zuckten, als unter⸗ drücke er mühſam ein Schluchzen.

Dann hielt er das liebliche Kind dem Sohne hin und rief:„Siehſt Du nicht, Agnes, wer dort ſteht? Ich bringe Dir den Bruder zurück, wie ich's Dir ver⸗ ſprochen habe!“

Karl aber erfaßte das kleine Mädchen und herzte es freudig, wie es der Vater gethan hatte.

„Gott ſei Dank,“— rief das Kind dazwiſchen— „daß Euch nichts geſchehen iſt! Die garſtigen Leute hier haben geſagt, Ihr wäret verunglückt!“

Jetzt erſt gewahrte der Graf, daß die Augenlider der Kleinen tief geröthet ſeien.

„Du haſt geweint, Dich geängſtigt, mein armes Kind!“ flüſterte er zärtlich—„Das wäre nicht der Fall geweſen“— fuhr er ernſt fort, ſich zu dem mit dem Hute in der Hand herantretenden Diener wendend— „wenn man meine Weiſung befolgt, und das Kind nicht mit hierher hätte fahren laſſen! Warum iſt gerade das Gegentheil davon geſchehen?“

„Die Comteſſe war nicht auf dem Schloſſe zu halten,“ antwortete der Diener ehrerbietig—„beſonders weil—“