nach einer kurzen Pauſe fort—„wird wohl ebenfalls dürftig ſein?“
„So ſcheint es. Doch ihr Weſen verrieth mir, nach den wenigen Worten zu urtheilen, die ich mit ihr wechſelte, daß ſie zu zartfühlend und ſtolz ſein werde, eine Unterſtützung anzunehmen!“ verſetzte der junge Mann. 3
Die Herren waren beim Bahnhofe des Städtchens angelangt.
Chriſtoph war der Erſte, welcher die Kaleſche des Grafen bemerkte, eine elegante mit zwei feurigen Rappen beſpannte Equipage, die hinter dem Bahnhofsgebäude hielt..
Dorthin ſtanden die Herren im Begriff ihre Schritte zu lenken, als die Glasthüre eines Warte⸗ ſalons ſich öffnete, und auf der Schwelle ein reizendes, etwa ſiebenjähriges, elegant gekleidetes Kind an der Hand eines Lakaien erſchien, deſſen Livree der des alten Chriſtoph völlig gleich war.
Das Kind hatte nicht ſobald die Herren erblickt, als es ſich von der Hand des Dieners losriß und ihnen mit einem hellen Freudenſchrei entgegenſtürzte.
Der Graf blieb einen Moment betroffen ſtehen. Dann aber eilte er auf das Kind zu, hob es vom Boden empor und herzte und küßte es.


