Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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—„Ich kann Ihnen Ihre Großmuth nicht vergelten,— ich bin arm—“

„Still, mein Fräulein!“ unterbrach ſie Karl kaum hörbar—„Sie dürfen ſo nicht reden! Blicken Sie den Zug entlang, ich habe nicht mehr für Sie gethan, als ſo mancher Andere für Jene, die leiden wie Sie! Auf der Station Bardenfeld wird ſich ein Arzt finden, Ihren Zuſtand zu unterſuchen. Verhalten Sie ſich bis dorthin ruhig!“

Ein Blick des Mädchens ſprach ſtummen, tiefge⸗ fühlten Dank aus.

Karl trat nach einem Gruße zum Vater zurück. Er wußte nicht wie es kam,— das Mädchen war nicht ſchön, und doch begann ſie ſeine Phantaſie zu be⸗ ſchäftigen.

Nach einer Viertelſtunde raſtloſen Marſchirens kamen dem Zuge einige alte Kaleſchen und Leiterwagen entgegen, die man in der Eile bei der Station zu⸗ ſammengerafft hatte, nachdem die Kunde von dem Un⸗ Llücksfalle dorthin gelangt war. Die Fuhrwerke brachten Decken, Polſter und die beiden Aerzte des Städtchens, das ſich an die Station ſchloß.

Während der größere Theil der Paſſagiere den mühſeligen Weg zum Städtchen fortſetzte, das man jetzt, nun der Nebel geſunken war und die Sonne am

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