Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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„Rühren Sie ſich nicht, mein Fräulein,“ ſagte er —„Sie werden Ihre Schmerzen vermehren!“

„Ich bin zu leiden gewöhnt, mein Herr!“

Die Worte wurden mit einer Faſſung geſprochen, welche auf ein edles nicht leicht zu beugendes Gemüth ſchließen ließ. Der Klang der Stimme hatte etwas ſieg⸗ reich zum Herzen Gehendes— Karl fühlte ſich davon unwillkürlich zu noch lebhafterer Theilnahme bewegt, als er bereits empfand.

„Wie iſt Ihnen?“ flüſterte er.

„Mich ſchmerzt mein linker Arm!“ verſetzte das

Mädchen—„Ich möchte aufſtehen, denn ich werde wohl gehen können— ich will die guten Leute nicht belä⸗ ſtigen!“

„Nein, nein.“ murmelte Karl haſtig—„Sie dürfen ſich nicht anſtrengen— die Ohnmacht und viel⸗ leicht auch der Blutverluſt haben Sie erſchöpft. Der Boden iſt überdies ſchlüpfrig, Sie können nicht vor⸗ wärts. Sie dürfen die Leute getroſt in Anſpruch nehmen“— fügte er beinahe verlegen hinzu—„dieſe Männer leiſten Ihnen nicht ohne Entgelt Beiſtand!“

„Sie haben die Leute bezahlt?— O mein Herr!“ — ſtammelte das Mädchen und ſank zurück, indem das

leiſe Fröſteln eines nahenden Wundſiebers ſie überkam

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