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ſchritt, ſo empfindlich er ſich auch am Morgen gegen die Witterung gezeigt hatte.
Der ehrliche Chriſtoph ſchritt im langen Mantel hinterdrein, mit einer Miene als hätte er ſagen mögen: Der Herr iſt leichtſinnig, er iſt kein Jüngling mehr und macht doch ſolche Streiche, wenn ihn ſein gutes Herz fortreißt!
In der That hatte es der Graf nicht gelitten, daß der Alte, wie dieſer es hatte r'ollen, ſeinen Mantel hergebe.
Wie Karl zu dem Mädchen trat, die einen Verſuch machte ſich aufzurichten, da hatte gerade der Himmel begonnen ſich aufzuklären. Hier und dort erſchien ein Stückchen der herrlichen Bläue, die der niedertröpfelnde Dunſt verhüllt hatte. Und als der junge Mann nun den Blick auf das Antlitz ſeines Schützlings richtete, da verklärte der erſte Sonnenſtrahl die Züge des Mädchens.
Sie hatte die Augen aufgeſchlagen und ſah dem jungen Grafen an. Ihr bleiches Antlitz, vom erſten⸗ Sonnenſtrahle roſig angehaucht, hatte einen madonnen⸗ haften Ausdruck, man las die Reſignation von demſelben herab.
Es dünkte Karl, als habe er nie in ſeelenvollere, ſanftere Augen geblickt.
Adolf Schirmer. Ein Familiendämon. I. 3


