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Die Lippen Beider bebten krampfhaft. Durften ſie aufjubeln? Ihre Blicke irrten blitzesſchnell an ein⸗ ander hinab— ſie gewahrten kein Blut, keine Wunde.
Hatte Keiner von ihnen eine innere Verletzung davongetragen? Das war Alles, was ſie im Momente zu denken vermochten; noch wagten ſie nicht zu jauchzen.
„Biſt Du verwundet? Fühlſt Du Schmerzen, Karl?“ ſtammelte endlich der Vater.
„Nein! Und Du?“ hauchte der Sohn.
„Mich betäubte der Stoß— das iſt Alles! Die Polſter der Wände ſchützten mich vor dem Erdrückt⸗ werden!“ war die Antwort.
Ein leiſer Freudenſchrei entrang ſich den Lippen Beider. Vater und Sohn ſanken Bruſt an Bruſt, ſie umſchlangen einander inbrünſtig, die allgewaltige Er⸗ regung füllte ihre Augen mit Thränen.
Sie hatten keine Worte für einander— das grenzenloſe Entzücken iſt ſtumm, wie der unſägliche Schmerz. Nur aus ihren Herzen jubelte ein lautloſes, heißes„Gelobt ſei Gott!“ zum Lenker aller Dinge
empor.
Aber dieſe Freude währte nur wenige Seeunden, ſie ward durch den ſchreckenvollen Anblick verdrängt, den die nächſte Umgebung der beiden Männer darbot.


