Teil eines Werkes 
1. Theil (1863)
Entstehung
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Es iſt mir langweilig, fortwährend in den Nebel hin⸗ einzuſchauen, man ſieht ja von den ſchönen Wieſen, Waldungen und Dörfern der Gegend hier ſo gut wie gar nichts! Dort kommt die Sonne ſchon hervor, fuhr er fort, auf einen röthlich hellen Punkt deutend, der vom Horizont her durch den weißgrauen Dunſt zu glühen begann,vier Uhr wird alſo bereits vorüber ſein, dem Himmel ſei Dank! Nun erreichen wir doch ſicher bald unſere Station Bardenfeld, beſonders wenn noch durch einige Zeit ſo gefahren wird, wie jetzt!

Ich muß Dir geſtehen, Karl, verſetzte der Vater,daß mich dieſe Schnelligkeit des Zuges einiger⸗ maßen beirrt!

Wie ſo?

Ich bin überzeugt, der Locomotivführer vermag nicht ſechzig Schritte weit vor der Maſchine das Ge⸗ leiſe zu überblicken, die Bahnwächter können ſich bei dieſer Atmoſphäre unmöglich durch Signale ordentlich verſtändigen! Das iſt eine Tollheit, ſo raſch zu fahren, und das Leben Hunderter auf's Spiel zu ſetzen, nur um mit der Fahrordnung wieder auf's Gleiche zu kommen!

Aber Vater, erwiderte der junge Mann ruhig lächelnd, indem er die Füße vom Vorderſitze niederzog, ſich aufrecht ſetzte und feſter in ſeinen Plaid wickelte,