Der junge Weidner erhob ſich. Helle Freude leuch⸗ tete in ſeinem Antlitz auf.
„Gewiß!“ rief er lebhaft.
Die Greiſin aber ſtreckte, ohne ein Wort zu ſagen, einen ihrer Arme aus, zog mit derber Hand das erglü⸗ hende Mädchen an ſich und gab ihr einen herzhaften Kuß.
„Sie haben's nicht um Dich verdient,“ ſagte ſie dann beinahe polternd, als ärgere ſie ſich über die Rüh⸗ rung, welche ſie in dieſem Augenblicke beſchlich—„aber — thue was Du willſt, Kind!“
Weidner lachte herzlich auf.
„Sie hat ohnedies genug,“ rief er luſtig,„mein Burſche nimmt ſolchen Schatz auch ohne Mitgift— ich denke, er wird ſo auch vorwärts kommen,— er hat ja ſchon ſeinen erſten Bau!“
„Ja, ja, es wird ſchon gehen,“ ſetzte die wackere Hausfrau Weidner's hinzu, indem ſie ſchelmiſch lächelnd
auf Franz blickte—„wenn's auch eine Wienerin iſt, die
er heirathet!“
Franz erröthete tief.
„Wie ſo?“ rief Frau von Heuber.
„Das bleibt halt unter uns!“ antwortete die biedere Frau ſchalkhaft, während Franz zu Paulinen trat und ihr verſtohlen die Hand drückte.


