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Frau Weidner hatte kaum geendigt, als ein Tu⸗ mult von der Landſtraße her, die dicht an der Hecke des Gartens lag, bemerklich wurde.
Die Urheber des verworrenen Geräuſches, das ſo klang, als ziehe eine Schaar lebhaft ſtreitender Leute vorüber, konnten vom Garten aus nicht geſehen werden, da die Hecke desſelben mehr als eine Mannshöhe hatte.
Weidner entfernte ſich, er wußte ſelber nicht, was ihn plötzlich wie inſtinktmäßig dazu antrieb, von dem traulichen Kreiſe, und trat wohl dreißig Schritte weiter, zu einer Gitterthüre der Hecke, von der aus man die Landſtraße erblicken konute.—
Er ſah auf derſelben einen Volkshaufen ſich fort⸗ bewegen.
Alle ſchienen ſich um einen Mann zu drängen, der geſchleppt ward, und um ſich zu ſchlagen verſuchte.
„Was geht da vor?“ fragte Weidner einen der Leute, die zunächſt dem Gitter gingen.
„Man hat einen Irrſinnigen im Pötzleinsdorfer Gehölze gefunden und bringt ihn in Sicherheit!“ war die Antwort.
Weidner's Blick durchbohrte das Gewühl.
Die Geſtalt des Mannes, der geſchleppt ward, er⸗ ſchien ihm bekannt.
Jetzt hob dieſer Mann das verzerrte Antlitz.


