Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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angemeldeten Diebſtahl zu vernehmen, und ſomit auf eine Flucht Stahl's unvorbereitet.

Dieſer durcheilte mehrere Gaſſen. Es gelang ihm, trotzdem die Erſcheinung mit der verſtörten Miene und dem zerzauſten Haar nothwendig hätte auffallen müſſen, unbeachtet bis zum nächſten Linienthor zu kommen und dasſelbe zu paſſiren. Bald durchirrte er die Schmelz, dieſe rieſige Haidefläche, die zur Nachtzeit faſt Niemand ſonſt zu betreten wagt, als der Vagabund und der Wege⸗ lagerer. 8 Planlos ſtürmte er in die Dunkelheit hinaus, von ſchrecklichen Viſionen geängſtigt. 3

Es war eine wundervolle, milde Nacht, ganz ge⸗ eignet, ſelbſt in verhärteten, der Natur entfremdeten Gemüthern eine ſanfte Melancholie zu wecken, eine ſtille Sehnſucht nach dem Ueberirdiſchen, den leiſe aufdäm⸗ mernden Wunſch, das Herz von den elenden Sorgen wie eitlen Träumen des Erdenlebens zu entlaſten, und das ganze Sein in den beſeligenden Frieden der hehren Schöpfung verflüchtigen zu können. 3 5 Der raſtlos und keuchend vorwärts eilende Wahn⸗ ſinnige ſah und fühlte nichts von den Zaubern dieſer Nacht, ſie war ihm bevölkert mit grauenerregenden Ge⸗ ſtalten ſeiner geſtörten Phantaſie.

Der Mond war ſpät aufgegangen und ſtand noch