Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

315

Stahl hatte dieſe Worte, die der hervorbrechende Wahnſinn ihm in den verzerrten Mund legte, bald ziſchelnd, bald ſchreiend hervorgeſtoßen. Und nun er ge⸗ endet hatte, glitt der bleiche, grauenhaft anzuſchauende Mann wie ein Geſpenſt durch das Zimmer und ver⸗ ſchwand in das Seitengemach. Von dort ſchlüpfte er auf den Gang hinaus und ſchlich dieſen, von Zeit zu Zeit hinter ſich ſchauend, entlang, bis er eine kleine Hintertreppe erreichte, die auf den Hof führte. Raſch huſchte er dieſe Treppe hinab, ſprang in den Hof hin⸗ aus, war im folgenden Augenblick in der Dunkelheit an der Mündung des Thorweges, glitt an der Glaswand entlang, in der ſich der eigentliche Eingang zu der Woh⸗ nung befand, und ſtürzte, wie er war, ohne Hut, auf die Gaſſe. Hier brannten bereits die Laternen. Der Wahn⸗ ſinnige durchkreuzte vorſichtig die Gaſſe, und eilte dort, alle dunklen Stellen derſelben aufſuchend, weiter, bis er ein düſteres Seitengäßchen gewahrte. In dieſes ſchlüpfte er.

Wie wäre es jetzt möglich geweſen, ihn ausfindig zu machen, wenn man ihm von ſeinem Hauſe aus nach⸗ geſpürt hätte? Man dachte auch dort nicht daran, denn es herrſchte daſelbſt entſetzliche Verwirrung, und der Polizeibeamte war ja nur gekommen, Näheres über den