„Still, ſtill!“ murmelte Stahl zuſammenſchreckend —„ſonſt hört Dich—“
„Die Polizei—,“ rief in dieſem Augenblicke der haſtig in das Zimmer tretende Diener Anton.
Stahl ſtieß einen neuen Schrei aus, ließ die Frau los, die in ihrem Schrecken nicht vermochte, ſich vom Fauteuil zu erheben, und taumelte bis in die Mitte des Gemaches zurück.
„Sie will mich— mich— Ferval hat mich ange⸗ geben!“ ſtöhnte er, einen Blick auf den Diener Anton ſchleudernd, der dieſen erzittern machte.
„Die Polizeibehörde,“ antwortete der Diener zag⸗ haft,„ſendet den Herrn von Neuem, der ſchon zuvor wegen—“
„Still, ſtill, ich weiß Alles!“ unterbrach ihn Stahl haſtig ziſchelnd und mit ſeltſam wilder Geberde.„Ich morde Dich, wenn Du verräthſt, daß ich hier bin!“— Halte ihn auf, Anton, ich beſchwöre Dich, Herzens⸗ Anton— halte ihn auf— unten im Vorzimmer, bis ich fort bin— fort— weit fort! Da ſind ſie— ah, ſie ſchleichen heran— von allen Seiten— das ſind keine Menſchen— Teufel— ſcheußliche Larven— ſtill— ſtill— o ich bin liſtig— weh mir, ſie zünden mir's Gehirn an— ich brenne, ich brenne— Still— ſchreit
nicht ſo— ich bin liſtig— ſie erwiſchen mich nicht!“


