er,„und dann werden wir abrechnen mit einander,— Du und Ottilie, Ihr ſollt in Zukunft andere Tage bei mir haben!“
„Drohe nur,“ ſtammelte Frau Stahl, indem ſie die Hände kraftlos ſinken ließ,„Du kannſt kein größerer Barbar gegen ein leibliches Kind und eine Frau von savon vivre ſein, als Du es ſchon warſt! Aber meine arme Ottilie wird ſich nicht ohne Weiteres hierher ſchlep⸗ pen laſſen! Sie wird nicht mit Robert kommen!“
1„So bringt er das Geld! Daran iſt mir mehr ge⸗ legen als an der leichtſinnigen Dirne!“
„Rabenvater!“
Stahl überhörte den Ausruf ſeiner Frau. Die Angſt, welche ihn raſtlos im Zimmer auf und nieder trieb, ſtieg mehr und mehr.
„Robert könnte längſt zurück ſein!“ murmelte Stahl.—„Sollte er zu ſpät gekommen ſein? Hat er ſie bis zum Bahnhof verfolgen müſſen? Und erreichte er ſie dort nicht— wußten ſie ihm durch Liſt zu ent⸗ gehen— 2 Aber Robert iſt ſchlau, eine verſchmitzte Natur, ein Satan— ihm ſind ſie nicht entgangen!— „Doch, der Burſche iſt ſo wenig zuverläſſig wie das Mäd⸗ chen— o mein Gott, für Beide habe ich raſtlos ge⸗ ſtrebt, gerungen, für Beide bin ich— Verbrecher ge⸗ worden— und Beide vergelten mir mit Undauk!“


