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den, eine ungerathene, ſelbſtſüchtige Tochter!“ verſetzte Stahl heftig.
„Und Du,— Du brachteſt ſie zur Verzweiſlung, das arme Kind, durch alle die Pläne, welche Du mit ihr vorhatteſt! Als ein Mädchen, jung nund ſchön, von einundzwanzig Jahren, ihr Herz den Speculationen eines liebloſen Vaters zum Opfer bringen müßte! Iſt Ottilie ſelbſtſüchtig, ſo haſt Du es verſchuldet, nicht ich! An mir nur ſah ſie, wohin es führt, wenn man gutherzig genug iſt, ſich vom Manne tyranniſiren zu laſſen. Ottilie hat Ehrgefühl, mehr als ei o mon Dieh—“
.„Chr rgefühl,— die Diebin!“
„Du triebſt ſie zum Aeußerſten! Du wirſt uns Alle noch in's Unglück ſtürzen!“
„Schweig, oder ich vergreife mich an Dir, Weib!“ donnerte Stahl, deſſen Geſichtsmuskeln in ſchwer ver⸗ haltener Wuth convulfviſch zu zucken gegannen⸗
Die dicke Dame, ſchon durch den leiſeſten Zorn⸗ ausbruch ihres Gatten willenlos gemacht, ſank ſeufzend
„in ein Fauteuil, und bedeckte ſchluchzend mit den fleiſchi⸗ gen Händen ihr Antlitz.
„O mon Dieh, meine Ottilie!“ ſtöhnte ſie, wäh⸗ rend Stahl furchtbar erregt im Zimmer auf und nieder ſchritt.
„Robert wird ſie bringen, die Ehrvergeſſene,“ rief


