Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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„Wo der Anton nur ſein mag!“ brummte Lands⸗ berger, indem er gravitätiſch nach dem großen Suppen⸗ löffel langte, der aus der neuen Terrine hervorſah.— „Er iſt heute Nachmittag aus der Fabrik fortgegangen, ohne auch nur ein Sterbenswörtchen zu ſagen, ohne Er⸗ laubniß des Herrn ſogar!“

„Und nicht einmal beim Auszahlen des Wochen⸗ lohnes hat er ſich eingeſtellt! verſetzte Frau Nettel, wäh⸗ rend ſie den Kindern Brot ſchnitt.—„Sollte er wieder ſeine Grillen haben?“

„Kann mir's nicht denken,“ war Landsberger's Antwort,„denn er hat heute in der Frühe geſungen, wie er's ſeit ein paar Tagen thut, und kurz bevor er fort⸗ ſchlich, ſprach ich ihn noch, da ſagte er: Vater Lands⸗ berger, ich bin jetzt ſo luſtig, daß ich ſchon tanzen könnte, wenn ich nur den Kukuk ſchreien hörte und ein altes Weib auf einem Strohhalm dazu blaſen würde.— Das ſagte er und ich antwortete ihm: Weißt Du, Anton, das freut mich, aber hübſch Maß halten muß man in Allem — außer denn, man ſetzt ſich zum Wein!“

„Du fängſt ſchon wieder an, ein rechter Spaßmacher zu werden, Landsberger!“ ſagte Frau Nettel lächelnd.

„Und warum denn nicht?“ antwortete der wackere Alte auflachend.„Wenn die Sonne auf dem Uebungs⸗ marſch iſt, ſchlagen die Heuſchrecken die Trommel!“