Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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„Ich verſtehe,“ unterbrach ſie Weidner kalt,„Sie wollten ſich ein Verſöhnen der Betreffenden in verwandt⸗ ſchaftlicher Theilnahme ſelber vorbehalten. Es mag das der guten Pauline nur ein Bischen zu lange gedauert haben. Die Jugend iſt freilich ungeduldig!“

„Der Weg zu Ihnen war ohnehin nutzlos,“ ant⸗ wortete die dicke Dame mit vor unterdrücktem Zorn be⸗ benden Lippen,„denn Fervals und die Tante Heuber ſind ſeit geſtern verſöhnt—“

Pauline ſank mit freudigem Ausruf in die Kiſſen zurück.

„Damit das Kind nach katholiſchem Brauche ge⸗ tauft werden könne, hat Ferval nachgegeben und wird ſich trauen laſſen!“ fuhr Frau Stahl ingrimmig fort, —„Seit geſtern iſt Thereſe bei der Tante!“

„Deshalb alſo fand ich heute ſtets die Thüre ihrer Wohnung verſchloſſen!“ ſagte Weidner mit einem Blick auf Pauline..

„Gelobt ſei Gott!“ murmelte dieſe, die Hände faltend.

Ihre nervöſe Reizbarkeit war noch ſo bedeutend, daß ſie beinahe krampfhaft zu ſchluchzen begann.

Frau Stahl blickte mit einem Gemiſch von Scheu und ſchlecht verhaltener Wuth auf Pauline.

„O mon Diekh,“ ſagte ſie,„mir ſcheint, dieſes