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Franz offenbart hatte, wie tief ſie Alle ihr verpflichtet ſeien. Aber wenn ſie auch aus den Blicken des jungen Mannes, der jetzt Alles wußte, nur nicht, daß ſie ihn im Stillen liebe, nicht das herauslas, was jetzt neben Ach⸗ tung und Bewunderung für ſie ſein Gemüth zu bewegen begann, ſo erfüllte ſie ſein Anblick doch nicht mit Schmerz allein, wie dies ehedem der Fall geweſen, ja ſie empfand, ſich ſelber unbewußt, eine Art ſtillen Entzückens, durch ihr geſtriges Unglück dem Verurſacher desſelben, und wenn auch nur durch ſein reges Mitleid, wie ſie wähnte, geiſtig näher gerückt zu ſein. Doch wenn auch in Pauli⸗ nen eine ſolche geheime Freudigkeit von Zeit zu Zeit auf⸗ blitzte, ſo gab ſie ſich dennoch nicht im Entfernteſten Hoffnungen hin, denen ſie ja längſt entſagt hatte. Auch verdrängte immer wieder die lebhafte Beſorgniß um The⸗ reſe Ferval und ihr Kind dieſe ſekundenlangen, geheimen, frohen Empfindungen. 3 Frau Stahl und Ottilie traten an das Bett Pau⸗ linens, die den verbundenen Kopf den Beſucherinnen zu⸗ wendete, und dieſe, kaum die Lippen regend, grüßte.
„0 mon Dieh,“ rief Frau Stahl, das bleiche Antlitz des jungen Mädchens anſtarrend,„die ſchaut ja aus, daß man ſich oördentlich vor ihr entſetzen möchte!“
Ottilie blieb einige Schritte vom Bette entfernt


