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„Ich gehe nicht in's Theater!“ antwortete Frau Weidner ſo trocken wie zuvor.
„Ah, er hat ja heute beim Hochamt geſungen,“ ſchwatzte die dicke Dame weiter,“ ſagte ich's nicht zuvor, Ottilie? Er und der— und die
„Die Sulzer und der Mayerhofer!“ half Ottilie aus, indem ſie mit gelangweilter Miene zur Zimmer⸗ decke emporblickte.
„Richtig, ja!“ fuhr Frau Stahl fort.—„Wir haben zwei ſehr gute Sperrſitze gehabt— ich wollte ſa⸗ gen Plätze— und ich ſage Ihnen, voll iſt die Kirche geweſen, und lauter noble Leute, ſo was hat auch ſein Angenehmes. Und in welche Kirche gehen Sie für ge⸗ wöhnlich, liebſte Weidner?“
„Wie's kommt,“ antwortete Frau Weidner ernſt und ruhig,„bald hier, bald dort. Ich denke, man kann zu ſeinem Herrgott überall beten, wenn Einem das Herz voll iſt! Und da thut's unſere Kirche in der Roſſan auch, ich habe ja nur einen Sprung bis dorthin. In's Hochamt komme ich ohnehin nur an hohen Feiertagen, denn ich habe faſt den ganzen Tag mit meiner Wirth⸗ ſchaft genug zu thun!“
„Das begreife ich, meine Liebſte,“ ſchnatterte Frau Stahl von Neuem darauf los,„o mon Dieh, alle Tage hat man andere häusliche Sorgen! Sie glauben


