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„Meine liebe, charmante Frau von Weidner,“ liſpelte die dicke Stahl,„Sie müſſen ſchon verzeihen, daß ich Sie wieder überfalle— o mon Dieh, wie gut ſchauen Sie aus, nicht wahr, Ottilie? Baisez la menk, ma ville! Ich verſichere Sie, wir haben im⸗ mer eine Freude, wenn wir Sie ſehen! Und darf man fragen, wie's dem Herrn Gemal geht? Sie müſſen ſchon entſchuldigen, falls wir uns gerade jetzt zur Unzeit einſtellen ſollten—“
„Nicht im Geringſten,“ unterbrach ſie Frau Weid⸗ ner trocken,„das kann nie zur Unzeit ſein, wenn eine Mutter ſich um das Beſinden ihres Kindes erkundigen kommt!“
„Ja, ja, die Pauline!“ ſchnatterte die dicke Frau weiter.—„Wie geht es denn dem armen Mädchen? Sie thun wahrhaftig ſo viel für ſie, daß wir gar nicht wiſſen, wie wir es wieder gut machen ſollen! Wir kom⸗ men jetzt gerade aus der Kirche, liebſte Frau von Weid⸗ ner,“— fuhr ſie fort, ohne daß ſie eine Antwort auf die Frage nach Paulinen abgewartet hatte—„ich ver⸗ ſichere Sie, das war ein Genuß— ſo oft ich den Ander höre, geht mir das Herz auf, o mon Dieh! Wenn er das hohe bis oder bas ſingt, iſt es nicht zum Aus⸗ halten, ſo ſchön, das ſage ich Ihnen! Sie ſollten ihn hören, Liebſte!“


