lila Foulard mit den breiten Rüſchen. Wenn ich etwas an Ihrer Toilette ausſetzen möchte, ſo wären es die hoch⸗ rothen Mohnblumen auf dem Hut, und die rieſigen Bouquets des Barège.
„Das verſtehſt Du nicht, ma ville!“ verſetzte die dicke Dame kurz und faſt ärgerlich:—„Du hätteſt es am liebſten, wie mir ſcheint, wenn ich mich wie eine alte Frau tragen wollte—1“
„Ja, ja,“ unterbrach ſie Ottilie, ſpöttiſch lachend, „Sie gehören zu den Müttern, welche ihren Töchtern gefährlich werden können! Aber jetzt,“ fuhr ſie in ihrem gewöhnlichen Tone fort,„entſcheiden wir uns einmal für eine Kirche. Wohin werden wir fahren?“
„Nun, zur Univerſität!“ erwiederte Frau Stahl, indem ſie vor dem Spiegel an ihren Hutbändern zupfte, —„Der Pater Klinkowſtröm predigt, wir finden dort die gute Geſellſchaft, ma ville, und ſetzen uns nicht der Unannehmlichkeit aus, neben einer Krämerin oder Handwerkersfrau ſitzen zu müſſen!“
„Aber man kann ſich dort nicht rühren. Mama!“ antwortete Ottilie mit Beſtimmtheit.—„Ich habe kei⸗ neswegs Luſt, mir mein Kleid verdrücken zu laſſen. Wenn wir doch nun einmal in die Kirche müſſen— was mir heute ſehr fatal iſt, Sie wiſſen, des Barons wegen, der zu kommen verſprochen hat— ſo laſſen Sie uns
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