Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Mamſell Liſette war bereit. Alle Drei verließen die Wohnung, welche Stahl abſchloß.

Sie ſtiegen in den Fiaker, der mit raſender Eile⸗ davonrollte. Er hatte den Auftrag erhalten, bis zu Corti's Kaffeehaus nebem demParadeisgarten zu fah⸗ ren, und daſelbſt halten zu bleiben. In weniger als zehn Minuten war er dort. Im Wagen war kein Wort ge⸗ wechſelt worden. Die entſetzliche Spannung ſchnürte Thereſens Bruſt zuſammen und ließ ihren Körper wie im Fieber erzittern.

Jetzt ſtiegen ſie aus, Stahl legte den Arm der ſchwankenden Thereſe in den ſeinen und führte ſie raſch zu dem Theil der Baſtei, der unmittelbar an die Gebü⸗ ſche des Paradeisgartens grenzt. Liſette folgte.

Sie ſtanden auf dem kleinen Gange, der die Ba⸗ ſteibrüſtung von dem Garten trennt. Sie überblickten dieſen mit Leichtigkeit.

Schauen Sie dorthin, Thereſe, nach der erſten Gaslaterne des Mittelweges! ſagte Stahl, indem er mit der Hand die Richtung bezeichnete.

Thereſens Blick flog über die, an jener Seite wo ſie ſtand, ſpärlich verſammelten Gäſte.

Plötzlich war es, als durchzncke ſie ein elektriſcher Schlag. Jeder Blutstropfen wich aus ihrem Antlitz, ihre Züge wurden fahl und ſtarr, wie die einer Leiche.