ben Sie hier, Thereſe. Es iſt gut, daß Mamſell Liſette Sie begleitet hat, ſie wird Ihnen zur Seite ſtehen. Ver⸗ laſſen Sie die Wohnung nicht, im Laufe des Nachmit⸗ tags werde ich Ihnen Beſtimmteres melden, vielleicht— will's Gott— Ferval ſelber zuführen können! Bis da⸗ hin Geduld, liebes Kind, Ruhe und Gottvertrauen!“ Thereſe ſank auf einen Seſſel nieder, bedeckte tief erſchüttert das Angeſicht mit ihren Händen und ſchluchzte. Stahl griff zum Hut, warf der Mamſell Liſette, die ſich Thereſen mit der Miene der Theilnahme näherte, einen vielſagenden Blick zu, und entfernte ſich. Der Fabrikant ging nach Hauſe. Er brachte ſeine
Zeit bis um Mittag in Bureau und Fabrik zu.
Dann kam Ferval aufgeregt und düſter. Er hatte den Vormittag in den Gaſſen und Kaffeehäuſern Wien's verbracht, er wußte kaum wie.
In banger Haſt fragte er jetzt den vermeintlichen Freund aus.
Stahl gab ungewiſſe Antworten, er ſprach von dem heftigen Erſchrecken Thereſens, aber er ſagte auch zu⸗ gleich, daß ſie nichts geſtanden habe, und daß es einer zweiten Zuſammenkunft bedürfe, dem Sachverhältniß auf den Grund zu kommen. Bis nach dieſer zweiten Beſprechung, die er für den nächſten Tag in Ausſicht ſtellte, möge Ferval ſelber nichts unternehmen.


