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val kennen lernte! Und nun ich Ihnen geantwortet habe,“ fuhr ſie fort,„erklären ſie ſich deutlicher, Vetter!“
„Liebe Thereſe,“ erwiederte Stahl ſanft,„Ihre Erklärung iſt ſo voll edler Entrüſtung eines reinen Her⸗ zens, von ſo überzeugender Wahrheit, daß ich mit Freu⸗ den bereit bin, Ihre Schuldloſigkeit zu verbürgen! Er⸗ laſſen Sie mir daher jegliche fernere Auseinander⸗ ſetzung! Ich werde mit Ferval reden!“
„Wo iſt er?“ rief Thereſe.—„Ich will ihn ſelber ſehen! Man hat mich verläumdet, ſchändlich verläum⸗ det! Und Sie ſagen, daß er im Beſitz eines Beweiſes ſei—?“
.„Ferval gibt dies wenigſtens vor!“ antwortete Stahl achſelzuckend und mit bekümmerter Miene.— „Aber— ich habe ſo meine eigenen Gedanken dar⸗ über—“
„Wie ſagen Sie?“ fragte Thereſe, deren Blick ſtarr an Stahl's Lippen hing.—„Reden Sie unver⸗ holen— Sie ſind es mir ſchuldig—“
„Nun denn, offen heraus,“ ſagte Stahl nach eini⸗ gem Zögern,„mir ſcheint, Ihr Mann ſuche einen Vor⸗ wand, um mit Ihnen brechen zu können!“
„Das iſt unmöglich!“ rief Thereſe leidenſchaftlich.
—„War er nicht herzlich und zärtlich wie immer, als er mich und ſein Kind vorgeſtern in Neuwaldegg verließ?


