Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Herzlichkeit legte,ich beſchwöre Sie um Gottes willen, nehmen Sie dieſe Frage nicht als vorwitzig und anma⸗ ßend von meiner Seite. Ich ſtehe hier nicht, um Ihr Gemüth und das Ihres Mannes einander zu entfrem⸗ den, ich möchte der Haltloſigkeit eines böſen Verdachtes auf die Spur kommen. Ich möchte zu Ihrem Herzen reden, Thereſe, wie der Vater zu ſeiner Tochter, antwor⸗ ten Sie mir als ſolche. Ferval beſchuldigt Sie, ein ehe⸗ maliges Verhältniß, das beklagenswerthe Folgen für Sie hatte, und das Sie ihm verheimlichten, im Stillen wieder angeknüpft zu haben. Er gibt vor, daß er Be⸗ weiſe dafür beſitze, daß der Ueberfall im Pötzleinsdorfer Gehölze damit in Verbindung ſtehe. Thereſe, ich be⸗ ſchwöre Sie, ſeien Sie offen gegen Ihren väterlichen Freund, hatten Sie ein Verhältniß, bevor ſie nach Belgien gingen?

Liſettens matte Augen begannen zu glänzen, ſie

preßte die dürren Lippen aneinander ſie begriff.

Thereſe aber richtete ſich hoch und ſtolz auf. Ihr Antlitz trug jetzt mehr als je den Stempel ihres See⸗ lenadels.

Nein! antwortete ſie mit Feſtigkeit.Nie⸗ mand kann auftreten und ehemalige Anſprüche an mich geltend machen wollen! Nicht einmal zu dem Schein eines Verhältniſſes gab ich Veranlaſſung bevor ich Fer⸗