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Schrittes trat ſie in's Zimmer und ſchaute dann unruhig auf Stahl.
„Was ſoll dieſes Geheimnißvolle? Wo iſt Char⸗ les?“ fragte ſie mit bebenden Lippen.—„Seit Sonn⸗ abend habe ich ihn nicht geſehen— und nun mich die Beſorgniß hierher getrieben, finde ich Sie allein, Vetter, ernſt und augenſcheinlich beklommen!— Um Gottes willen, reden Sie, es iſt ihm doch nichts geſchehen?“
„Ferval hat mich vor einer Viertelſtunde verlaſſen,“ antwortete Stahl,„und mir den Auftrag gegeben, mit Ihnen in ſeinem Namen zu reden.“
„Wie? Was heißt das? rief Thereſe geängſtigt. —„Er erwartete alſo, daß ich kommen werde, und doch — Was konnte ihn ſo Dringendes abberufen, Vetter, daß er Sie beauftragen mußte—“
Thereſe ſtockte und warf einen mißtrauiſchen, be⸗ ſorgten Blick auf den Mann, vor dem ſie längſt eine ihr unerklärliche, innere Scheu hegte, und deſſen räth⸗ ſelhafter Geſichtsausdruck ihr jetzt das Herz zuzuſchnüren begann.
„Ferval iſt gegangen,— eben weil er es vermei⸗ den wollte, mit Ihnen zuſammenzutreffen, Thereſe!“ ant⸗ wortete Stahl in väterlichem Tone.„Er ging in heftiger Aufregung!“ 3
Die junge Frau wich betroffen einen Schritt zurück.


