Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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rin erblickte. Sie konnte ihm ſein Vorhaben weſentlich erleichtern. Hatte ſie Thereſe nur aus Neugier beglei⸗ tet, oder ihr feiner Inſtinkt ihr voraus geſagt, daß etwas Außergewöhnliches ſich ereignen werde, und ihr Beglei⸗ ten Thereſen's dem Verbündeten von Nutzen ſein dürfte? Wie dem auch ſein mochte, Stahl war ihr Erſcheinen hoch willkommen. Er öffnete raſch.

Stahl's unerwarteter Anblick war Thereſen wie ein Stich in's Herz. Sie ſchaute in höchſtem Befremden, bei⸗ nahe furchtſam, in das Antlitz des Heuchlers, der ſo viele Zeit gewonnen hatte, als hinreichte, von Thereſen unbemerkt einen blitzſchnellen, vielſagenden Blick mit der alten, lauernden Mamſell zu wechſeln.

Sie ſind überraſcht, mich hier zu finden, Thereſe, und allein! begann Stahl.

Thereſe ließ ihn nicht weiter reden. Sie wardbleich und ſtammelte in banger Haſt:Charles iſt nicht hier? Wo iſt mein Mann?

Treten Sie ein, Thereſe, ſagte Stahl mit einer gewiſſen ernſten Würde,wir können hier an der Schwelle nicht reden.

Die ausweichende Antwort und die Gemeſſenheit Stahl's fielen der jungen Frau ſchwer auf's Herz, ſie fühlte eine unbeſtimmte Angſt in ſich aufſteigen. Raſchen