58 keit ſich der Diskretion Ihres Mitſchuldigen zu ver⸗ ſichern.“
„Teufel!“ murmelte der Baron verſtört vor ſich hin, und ſchlug ſich vor die Stirne. Dann ſagte er grimmig zu Stahl:„Ich ahnte nicht, daß ich mit einem ſo ausgelernten Spitzbuben zu thun habe!“
Stahl würdigte dieſe Worte keiner Entgegnung, ſondern ſagte kalt:„Sie ſind wohl jetzt ſelber überzeugt, Herr Baron, daß das Gericht zu Ihrem Nachtheile und meinen Gunſten entſcheiden würde, denn ich werde auf alle Fälle in der Lage ſein, mich von jeder Anſchuldigung, jedem Verdachte zu reinigen.“
„Und wenn ich Sie nöthige, Ihre falſchen Aus⸗ ſagen eidlich zu bekräftigen 4
Stahl lächelte ironiſch.
„Herr Baron,“ antwortete er,„wir haben von Perſonen, die weit höher geſtellt ſind als Sie und ich, gelernt, wie man einen Eid heut zu Tage zu behandeln hat,— ich denke, ich werde in dieſem Punkte nicht ſchwieriger ſein als Jene, die uns faſt täglich ein ſo be⸗
quemes Beiſpiel geben! Sie ſehen, Sie ſind völlig in meinen Händen!!.
„Schändliches Bubenſtück!“ murmelte der Baron.
In Stahl, wie er den Baron ſo triumphirend an⸗ blickte, ſchoß plötzlich ein Gedanke auf, durch deſſen Aus⸗


