Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

51

keit von neuntauſend und einundſechzig Gulden vergeſſen kann!“

„Ich? Neuntauſendeinundſechzig Gulden?“ fragte Stahl und blickte anſcheinend nachſinnend einen Augen⸗ blick zur Zimmerdecke empor.

Dann ſah er den Baron von Neuem ruhig an und ſchüttelte langſam den Kopf.

„Sie erinnern ſich alſo wirklich nicht, Liebſter?“ begann nun der Dandy auflachend, indem er nachläſſig einen Seſſel herbeizog, und darauf niederglitt.—„Ei, ei, das iſt doch für einen Geſchäftsmann nicht ganz in der Ordnung!“

„Es wäre mir wünſchenswerth, wenn Sie meinem ſchwachen Gedächtniß zu Hülfe kommen wollten, Herr Baron!“ erwiederte Stahl trocken.

„Dieſe Gefälligkeit kann ich Ihnen leicht erweiſen, Freund!“ antwortete der Baron luſtig.

Mit dieſen Worten zog er ein kleines, elegantes Portefeuille hervor, und entnahm dieſem drei Papiere. Eines derſelben entfaltete er und wies es dem Fabri⸗ kanten. Es war der auf fünfhundert Gulden lautende Bon, den Stahl am Spielabend zuerſt ausgeſtellt hatte.

„Vielleicht erinnert Sie dieſe Bagatelle,“ fuhr der Baron fort,„an die ganze Geſchichte und die kleine Verpflichtung, welche Sie durch dieſe drei Papierchen

4 ½