Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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eine Auszahlung ihn doch nun nicht in die allerpein⸗ lichſte Verlegenheit ſetzen konnte. Stahl überdachte die⸗ ſes ſoeben, als an ſeine Thüre gepocht ward.

„Herein!“ rief er.

Wie es ſeltſamer Weiſe ſchon oft ſo kommt, daß gerade dieſelbe Perſon zu der Zeit erſcheint, in welcher wir uns im Geiſte mit ihr beſchäftigen, ſo geſchah es auch jetzt. Der Baron Lenz tratein, ſchloß ſorgfältig die Thüre hinter ſich, und näherte ſich dann dem Fabrikanten in nachläſſig ſtutzerhafter Haltung, indem er lächelnd grüßte.

„Ah, Herr von Stahl,“ ſagte er in leichtem Tone, indem er auf die Banknotenhaufen, welche Stahl in der Kaſſette zurecht gelegt hatte, einen flüchtigen Blick warf, „mir ſcheint, ich komme gerade zu rechter Zeit!“

Stahlſchloß die Kaſſette bedächtig, ſtellte ſie in den feuerfeſten Schrank, verſchloß auch dieſen, und wendete ſich dann zu ſeinem Beſucher, indem er eine befremdete Miene annahm.

„Wie meinen Sie das, Herr Baron?“ fragte er ruhig.

„Da merkt man,“ verſetzte der Baron lächelnd, „über welche koloſſale Summen ein Mann wie Sie, liebſter Freund, verfügen muß, wenn er auf die Kleinig⸗