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ſeine Frau liebt. Mag in Belgien dem Geſetze Genüge geleiſtet ſein, wenn zwei Leute vor den Richter treten und erklären, daß ſie mit einander leben wollen, hier gilt dergleichen zur Stunde noch nicht, und Ferval wird wohl einſehen, daß man ſich in die Sitten, Gebräuche und Geſetze des Landes, das man ſich zur Heimath er⸗ wählt, wohl oder übel fügen muß. Ich bin ein Mann
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von altem Schlag, Fräulein Pauline, und liebe ich auch
keine veralteten Mißbräuche, ſo gibt es für mich doch noch ehrwürdige Dinge, bei denen ich mir ſagen muß: „Daran ſollſt Du, Menſch, mit Deinem klügelnden Berſtande nicht rütteln!“— Wenn wir nichts mehr hei⸗ lig halten, dann hört ja alle Religion auf, dann werfen wir doch nur gleich mit der Ehe auch die Taufe und Alles über den Haufen, was uns bisher mit unſe⸗ rem Herrgott geiſtig verbunden hat. Dann ſind wir ja nichts mehr als die Hottentotten, nur daß dieſe nackt gehen und wir Kleider tragen! Nein! Etwas Beſſeres als jene Glaubenslehre, die unſere Bibel aufſtellt, jenes reine, edle, menſchenfreundliche Chriſtenthum, das da ſagt:„Liebe Deinen Nächſten wie Dich ſelbſt!“ können uns doch alle Jene, die ſich heut zu Tage Freigeiſter nennen, nicht ſchaffen, und dieſes Chriſtenthum hat die Ehe für ein heiliges Sakrament erklärt, daß ſie höher geachtet werde als etwa ein Kontrakt, den man


