Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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das Zimmer verließen, um zu keinem Geſpräche Veran⸗ laſſung zu geben.“

Weidner nickte zuſtimmend mit dem Kopfe. Dann trat er an's Bett, drückte Paulinen ſchweigend voll Herz⸗ lichkeit die Hand, und wollte ſich entfernen. Das Mäd⸗ chen aber hielt ihn zurück. Ihr Blick ſchweifte bittend zu dem Arzt hinüber.

„Geſtatten Sie mir noch einige Worte!“ flüſterte ſie—„Ich muß, denn es iſt dringend, Herrn von Weidner eine Mittheilung machen, um deretwillen ich heute das Haus verlaſſen habe, hieher zu gehen.“

Der Doktor ſchwieg und wollte ſich in's andere Zimmer zurückziehen, und Weidner, der erwartete, Pau⸗ line werde ihm etwas auf ihren Vater Bezügliches ſagen, winkte ſeinem Sohne, dem Arzte zu folgen. Pauline aber rief Beide zurück, die ſchon an der Thüre waren.

„Es handelt ſich, ſo ehrenwerthen Männern gegen⸗ über, um kein Geheimniß!“ ſagte ſie—„Bleiben Sie nur!“

Und Pauline erzählte, obwohl ſie ſich ſchwach fühlte und ihr Antlitz bisweilen im Schmerze zuckte, den ihr die Wunde an der linken Schulter und der Stirne verurſachte, was vor neun Tagen ſich bei Fervals ereig⸗ net hatte. Ungeachtet ſie nur mit großer Anſtrengung Alles vorbrachte, und durch die Mittheilung der erſchüt⸗