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verlangt ſogar nach Ihnen, Herr von Weidner, und da ich drinnen unnöthig bin, übernahm ich es, Sie von dem Wunſche der jungen Dame zu benachrichtigen!“
Der Arzt entfernte ſich mit einem Gruße. Weidner hielt mit einer Hand noch immer die Rechte ſeines Soh⸗ nes, und legte nun die andere auf die Thürſchnalle.
„Komm!“ murmelte er.
Franz zögerte.
„Ich habe nicht den Muth, der Armen unter die Augen zu treten!“ flüſterte er.—„Sie wird mich haſſen, verwünſchen!“
„Sie wird ihn nicht haſſen,“ redete Weidner laut⸗
los in ſich hinein,„aber er— er wird ſie lieben lernen. Guter Gott, gib, daß dieſes Unglück eine Brücke zum Glück werde!“
Aber halblaut, und in beinahe barſchem Tone ſagte dann der Fabrikant zu dem zagenden Sohne: „Komm, Du Thor! Dieſes Mädchen hat ein Herz, das fähig iſt, noch ganz andere Schmerzen zu erdulden, ohne
den anzuklagen, der ſie ihr bereitet!“
Und er zog Franz mit ſich in's Schlafzimmer.
Pauline lag auf dem Bette der Frau Weidner. Ihr Kopf war verbunden, und unterhalb des weißen Tuches, der ihn umhüllte, und bei der Bläſſe ihres Antlitzes, er⸗
ſchienen ihre großen, ausdrucksvollen Augen noch dunkler.


