Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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thun. Packen Sie nur ohne Umſtände Alles, deſſen der Kleine bedarf, in den Wagen. Unverändert Ihre Tante Friederike.

Thereſe vermochte kaum die letzten Worte zu leſen, denn Thränen entſtürzten Ihren Augen, Thränen der Freude.

Schluchzend warf ſie ſich an Ferval's Bruſt.

Beſter Mann! war Alles, was ſie zu ſtammeln vermochte.

Vergib mir, ſagte Ferval bewegt,daß ich Dir verſchwiegen habe, was ich gethan. Ich fürchtete, Hoff⸗ nungen in Dir zu wecken, die vereitelt werden konnten!

Die Gatten hielten einander lange und heiß um⸗ ſchlungen. Ihre Herzen jubelten aneinander. Dann ent⸗ riß ſich Thereſe der Umarmung, ſank neben dem Bettchen ihres Kindes nieder, und drückte die thränenfeuchten Augen in die Kiſſen des ruhig ſchlafenden Kleinen. Sie betete.

Da knarrte die Thüre, welche zum Vorzimmer führte. Ferval hatte, nachdem er dem Briefträger das Billet der Tante abgenommen, in der Aufregung ver⸗ geſſen, die Wohnungsthüre abzuſchließen.

Wer iſt da? rief er, und machte eine Bewegung nach der Thüre.

Thereſe ſtand erſchrocken auf.