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vermochte nichts anderes zu denken, als:„Was wird er mir antworten?“
Ferval trat ein. Sein Blick war heiter, er lächelte Er hielt in der Hand einen geöffneten Brief.
„Thereſe,“ ſagte er mit bewegter Stimme,„da ſiehe, welchen Weg ich gewählt habe, noch bevor Du es ahnteſt!“
Haſtig griff die junge Frau nach dem dargebotenen Billet. Sie erkannte die Handſchrift ihrer Tante und überflog mit fieberhaft raſchem Blick folgende an Ferval gerichtete Zeilen:
„Lieber Neffe!
Ihr Schreiben an mich, in dem Sie ſich bereit erklären, den Forderungen unſeres Glaubens entſpre⸗ chen zu wollen, iſt in einer Weiſe abgefaßt, die mich tief ergriffen, und mir die gute Meinung zurückgege⸗ ben hat, welche ich von Ihnen hegte. Ich erkläre, Ihrer Trauung durch einen katholiſchen Prieſter bei⸗ wohnen zu wollen und brauche Ihnen wohl kaum die Verſicherung zu geben, daß ich die Pathin des Kin⸗ des ſein werde. Küſſen Sie Thereſe und den Kleinen. Ich ſende Ihnen dieſen Nachmittag meine Equipage. denn ich hätte gerne Thereſe und das Kind einige Tage bei mir, bis Ihre Frau ſich völlig erholt hat. Die Landluft dürfte der Mutter, wie dem Kinde wohl⸗


