Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Leonce Frederic Friedrich! ergänzte Ferval.

Frau von Heuber nannte ſich mit ihrem Taufna⸗ men Friederike.

Gut, ſagte die alte Dame,jetzt zu der Mut⸗ ter l⸗⸗

Die junge Frau lag am andern Ende des Zimmers im Bette. Sie ſah ſehr bleich aus, aber ſie lächelte. Die dicke Frau Roſalie Stahl nebſt ihrer 2 Tochter Ottilie ſtanden zu Füßen des Bettes. Beide waren im höchſten Putz.

Pauline, welche mit aufopfernder Hingebung die ganze Nacht ſich den Pflichten einer Wärterin und Magd unterzogen und keine Sekunde die Augen geſchloſſen hatte, ſtand abſeits in einem Winkel. Sie hatte we⸗ der Zeit noch Gelegenheit gehabt, ihre unſcheinbare Hauskleidung, in der ſie Ferval gefolgt war, für die heilige Handlung zu wechſeln, und es war ihr das auch nicht in den Sinn gekommen, ſie mußte ja an Wichtigeres denken! Ihr dunkler, ausdrucksvoller Blick blitzte umher und forſchte, wo ſie ſich nützlich machen könne? Sie hatte bereits Alles zur Taufe geordnet, und hielt ſich nun beſcheiden zurück, von Mutter und

Schweſter keines Blickes gewürdigt. Pauline war faſt ſo bleich wie die junge Frau im Betto, ſie fühlte ſich