Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

229

lichen Ungewißheit darüber ein Ziel zu ſetzen, und da Mamſell Liſette doch hieher zurückkehren mußte, Ihnen Botſchaft zu bringen, ſo ließ ich ſie gleich mit mir fahren.

Ich danke Ihnen, verſetzte Frau von Heuber, noch immer zurückhaltend aber nicht unfreundlich, indem ſie den erſten Blick auf Stahl's Antlitz warf, das nichts als liebevolle Beſorgniß ausdrückteund zwar zu⸗ erſt muß ich Ihnen für den Beiſtand danken, welchen Sie Fervals eegedeihon ließen. Verwandte pflegen mit Hülfe und Theilnahme nicht immer bei der Hand zu ſein, wenn Noth am Mann iſt, gerade da lernt man oft ken⸗ nen, was man von ihren überſchwänglichen Freund⸗ ſchaftsverſicherungen, ihrer zur Schau getragenen Ver⸗ tandrcni de zu halten hat. Ich geſtehe Ihnen offen, Stahl, daß ich auf Ihre Theilnahme für Fervals nicht viel gab, ich weiß auch warum! Still, unterbrechen Sie mich nicht! Mich freut es ⸗daß Sie und Ihre Familie ſich anders ee als ich gl aubte afuneſeden zu dür⸗ fen. Was mein Unwohlſein betrifft, ſo war es weiter nichts als einer meiner gewöhnlichen Gichtanfälle. Er iſt ſchon vorüber. Unglücks Sfälle werſan mich nicht ſo leicht auf's Krankenbett, Sie wiſſen, was ich ſeit eini⸗ gen Jahren davon erlitt, und bin doch noch oben drauf. Gute Nerven und die Religion helfen da!

*