Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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zwei Monate früher, als wir es erwarten durften, ihre ſchwere Stunde durchmachen mußte. Wir wollen dem Himmel dafür danken, daß auch dieſe Sorge hinter uns iſt! Meine Frau, welche dieſen Morgen in aller Frühe zur guten Thereſe hinübereilte, fand Alles im beſten Zu⸗ ſtande, es hat aber auch der lieben jungen Frau, die wir Alle ſo gerne haben, an der nöthigen Pflege nicht gefehlt, unſere Pauline iſt die ganze Nacht nicht vom Bette der Wöchnerin gewichen; heute kann Ottilie ſie ablöſen.

So, ſo! ſagte Frau von Heuber in etwas weni⸗ ger mürriſchem Tone, ohne Stahl anzublicken oder ihre Züge zu erheitern.Ihre Familie nahm ſich alſo meiner armen Nichte an? Das iſt recht hübſch!

Das war Schuldigkeit! verſetzte Stahl lebhaft. Die jungen Leute hatten begreiflicherweiſe keine An⸗ ſtalten treffen können, da das Ereigniß ſo unerwartet und verfrüht kam. Was hätten ſie beginnen ſollen? Fer⸗ val benachrichtigte uns Gottlob augenblicklich, und ſo konnten wir denn den lieben Verwandten mit Rath und That beiſpringen. Jetzt iſt, wie geſagt, Alles in beſter Ordnung, und meine einzige Sorge war ſeit einer Stunde nur, als ich durch Mamſell Liſette das Unwohlſein der Frau Tante erfuhr, daß der Schreck über die unerwar⸗ tete Nachricht für die Frau Tante nachtheilige Folgen gehabt haben könne! Ich beeilte mich daher, meiner pein⸗