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Gattin geworden. Die jungen Leute lebten faſt ein Jahr lang glücklich aber in ziemlich beſchränkten Verhältniſſen, als plötzlich ein Brief der reichen Tante bei ihnen ein⸗ traf, der das Paar nach Wien berief.
Es war der Frau von Heuber nicht unbekannt, daß der Gatte Thereſens ein Proteſtant ſei, es mochte dieſe Miſchehe nicht ſo ganz nach ihrem Wunſche ſein, aber ſie ging doch über dieſen Umſtand hinweg, denn ſie zog es am Ende vor, Thereſe und ihr zu erwartendes Kind, falls die Eltern ſich verpflichten würden dieſes im katho⸗ liſchen Glauben erziehen zu laſſen, zu ihren Erben ein⸗ zuſetzen, als Stahl und den Seinen, deren Verſchwen⸗ dungsſucht und weltlichen Sinn ſie mißbilligte, ihr Ver⸗ mögen preiszugeben. Charles Ferval und ſeine junge Frau, beide aufgeklärt und tolerant, hatten hocherfreut
der Bedingung der Tante beigeſtimmt, und waren nach
Wien gekommen. Hier wußte ſich Thereſe bald durch ihr liebenswürdiges Weſen der alten wunderlichen Frau an⸗ genehm zu machen, ſo daß Stahl und ſeine Familie, die von Zeit zu Zeit trotz ihres einigermaßen geſpannten Verhältniſſes zu der reichen Verwandten, dieſelbe beſuch ten, noch mehr als früher in den Hintergrund traten, ohne daß Thereſe es darauf angelegt gehabt hatte, ihnen zu ſchaden.
Folgen wir jetzt den aus ſo verſchie denen Gründen


