Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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ſirter Stutzer das Pflaſter der Reſidenz zu treten. Stahl war, wie dem Leſer ebenfalls bekannt iſt, nicht der nächſte Verwandte der Matrone. Es lebte in Wien die Witwe ihres Bruders. Dieſe hatte eine Tochter, Thereſe. Frau Binder war arm, ſie ward von ihrer Schwägerin unter⸗ ſtützt, die Thereſen eine ſehr gute Erziehung geben und das junge Mädchen zur Lehrerin ausbilden ließ. Die Mutter ſtarb. Der Zufall fügte es, daß Thereſen der Antrag gemacht ward, in ein Brüſſeler Inſtitut als Lehrerin einzutreten. Sie erhielt von der Tante eine Ausrüſtung und einiges Geld und verließ Wien. Der jüngere Sohn der Frau von Heuber, welcher ein aus⸗ ſchweifendes Leben geführt hatte, war körperlich wie moraliſch völlig herabgekommen. Ein Zehrfieber be⸗ ſchleunigte die Auflöſung ſeiner Kräfte, er ſtarb. Etwa ein Jahr bevor dieſer Roman begonnen, ward auch der Offizier ſeiner Mutter durch den Tod entriſſen. Frau von Heuber, welche als gottesfürchtige Frau dieſe entſetz⸗ lichen Prüfungen ſtandhaft ertrug, erinnerte ſich, nun ſie ihrer leiblichen Erben beraubt war, ihrer Nichte The⸗ reſe, die ihr ſo gut wie aus dem Sinne gekommen war. Dieſe hatte eine Zeitlang im Brüſſeler Inſtitut ehren⸗ voll als Hülfslehrerin gewirkt, den jungen Maler Char⸗ les Ferval, der täglich in das Inſtitut als Zeichnenleh⸗ rer kam, kennen und lieben gelernt, und war deſſen