Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Ich weiß nicht, Herr von Weidner, wer von uns Beiden gewiſſenhafter iſt, mein Herr oder ich? Aber, mein Gott fuhr er haſtig und beſtürzt fort, ſich plötzlich mit der Fauſt vor die Stirn ſchlagend,das iſt es ja nicht, was ich Ihnen ſagen wollte, und Sie erfahren müſſen! O du mein Himmel, über dem Allen, was ich hier ſah und hörte, iſt's mir aus dem Gedächtniß gekommen! Vielleicht iſt's jetzt zu ſpät!

Was müſſen Sie mir ſagen? fragte Weidner erſtaunt.

Sie haben ſoeben meinem Herrn eine große Sum⸗ me geſchickt war die Antwort50,000 Gulden!

Woher wiſſen Sie das?

Der Diener Stahl's, der lange Anton, kam auf der Treppe an uns vorüber, und ſagte mir's. Wenn Sie dieſe Summe nicht zurückbekommen können, bevor ſie mein Herr in die Hände kriegt, ſo iſt ſie verloren, wie es meine dreihundert Gulden ſind!

Weshalb?

Mein Herr ſpielt und benöthigt vielleicht heute nur Ihres Geldes, um den Verluſt der geſtrigen Nacht zu decken!

Der geſtrigen Nacht? Ich verließ ihn in ſeinem Hauſe um halb eilf etwa! Er ging alſo noch fort, und Sie wiſſen wohin?