Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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„Anton,“ ſagte dieſer,„iſt es Ihnen Ernſt, mit Ihren Erinnerungen brechen zu wollen? Haben Sie den feſten Willen, Ihrer ehemaligen Geliebten nicht mehr in den Weg zu treten?“

„Ich werde— dieſen Willen erlangen!“ antwor⸗ tete Anton zitternd.

„Gut,“ ſagte Weidner milde,„Sie können gleich

morgen zur Arbeit kommen.“

„Tauſend Dank!“ ſtammelte der junge Mann deſſen Augen Thränen entſtrömten und der ſich zur Hand Weidner's niederbengte, die dieſer raſch zurückzog⸗

„Laſſen Sie das!“ ſagte Weidner.„Sie ſehen,

Anton,“ fuhr er lächelnd fort,„daß Sie keines Aſſiſten⸗ ten bedurft hätten, um mit mir in Ordnung zu kommen.

Sagen Sie doch, mein Freund,“ ſetzte er hinzu, ſich an Landsberger wendend,„bei wem arbeiten denn Sie, daß Sie ſo unter der Woche aus der Fabrik fortbleiben können, um einen Fürſprecher zu machen 24**

„Beim Herrn von Stahl!“ verſetzte Vater Lands⸗ berger, ohne in Verwirrung zu gerathen. Und die ehr⸗ lichen Augen treuherzig und feſt auf Weidner gerichtet, fügte er hinzu:„Ich vertraute meinem Herrn dreihun⸗

dert Gulden an, all mein Erſpartes, und kann jetzt weder vom Kapital noch den Zinſen einen Kreuzer erhalten. Dazu bekomme ich

ſeit Wochen nur den halben Lohn.