„Zu meiner Tochter, die eine Spielhölle unterhält!“ entgegnete der alte Arbeiter dumpf—„Als wir uns geſtern fanden, der Anton und ich, da ſahen wir meinen Herrn und einen andern in das Haus ſchleichen, wo ſie wohnt!“ 6
Weidner's Antlitz verfinſterte ſich. F
„Der Baron!“ murmelte er vor ſich hin.— „Und er— er hält ſein Wort nicht, er iſt verloren!“
Das Angeſicht Weidner's nahm im nächſten Au⸗ genblick einen ruhigen Ausdruck an.
„Mein Freund,“ ſagte er zu Landsberger,„ich glaube nicht, daß Ihre dreihundert ſammt meinen 50,000 Gulden verloren ſein werden, denn ich kann Ihnen ſagen, daß Herr von Stahl vielleicht ſchon binnen Kurzem mindeſtens eine Million erben wird. Gehen Sie alſo beruhigt an Ihre Arbeit. Der Anton ſoll mir übrigens Ihre Adreſſe bringen, denn ich dürfte bald mit Ihnen einige Worte zu reden haben. Guten Morgen!“
Die Arbeiter verneigten ſich und ſchritten der Thüre zu.
„Halt,“ rief Weidner,„nehmen Sie dieſen Vor⸗ ſchuß, Anton, damit Sie ſich etwas in Stand ſetzen können!“
Und der wackere Fabrikant drückte dem über⸗


