Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Nein, Euer Gnaden, entgegnete der Dicke mit zudringlicher Unterwürfigkeit und in geſchwätzigem Tone, auch die gnädige Frau iſt nicht da. Sie iſt mit dem jungen Herrn auf Viſit gefahren, und das gnädige Fräu⸗ lein Ottilie iſt mit dem Herrn Baron von Lenz vor zwei Stunden in die Reitſchule und noch nicht wieder zurück. Aber der gnädige Herr läßt Euer Gnaden ſagen, Sie möchten die Güte haben, ſich einen Augenblick zu gedul⸗ den, er werde bald kommen.

Der Dicke ſchritt über den mit Marmorplatten be⸗ legten Flur, und öffnete die Thüre eines Kabinetes.

Anton, rief er gravitätiſch hinein,führ' den Herrn von Weidner ins Beſuchzimmer.

Ein langer Burſche in Livree, mit ſchlaftrunkener Miene und gerötheten Augen, ließ ſich auf der Schwelle blicken.

Laßt das, ſagte der ſchlicht gekleidete Herr ziem⸗ lich barſch, indem er eine abwehrende Handbewegung machte,ich kenne ſchon den Weg, das wißt Ihr ja!

Und ohne Weiteres ſchritt er einige Stufen der Haupttreppe hinan. Dann blieb er ſtehen und wendete ſich mürriſch um.

Werde ich lange warten müſſen? fragte er.

Gewiß nicht, Euer Gnaden, verſetzte der Dicke mit einem Kratzfuß,der gnädige Herr hat geſagt,