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„Um Gottes willen, Thereſe! Was iſt Dir geſche⸗ hen?“ ſtammelte der ſo plötzlich Erſchienene in fran⸗ zöſiſcher Sprach he, indem er ſich haſtig zu der Dont vor⸗ überbog und ſie in ſeine Arme preßte.
Er konnte ihre Züge nicht unterſch eiden, da ſie an einer finſteren, von der Rieſenbuche beſch atteten Stelle lag.
„Sie iſt bewußtlos, vielleicht gar todt!“ murmelte er entſetzt und mit zitternder Stimme.„Thereſe! All⸗ mächtiger Gott, warum ließ ich fie mir in der Däm⸗ merung entgegen gehen, und allein! Der Schurke, der ſie anfiel, lauert ſicher noch in der Nähe!“
Wie ein Blitz zuckte der letztere Gedanke in ihm auf. Er wußte nicht, was er zuerſt thun ſolle, ob der ſcheinbar Lebloſen beiſtehen, oder Denjenigen aufſuchen, der ſie überfallen hatte.
Es konnten ihrer Mehrere rings in den Büſchen verſteckt ſein. Aber das erſchreckte ihn nicht. Die junge Frau, welche er in ſeinen Armen hielt, konnte tödtlich verwundet, vielleicht getödtet ſein; ſich über ihren Zu⸗ ſtand Gewißheit verſchaffen, war Alles, was er im näch⸗ ſten Augenblicke zu denken vermochte.
Er raffte ſich auf und trug die Ohnmächtige, un⸗ bekümmert darum, was neben ihm plötzlich geſchehen könne, zu einem Raſenhügel, den er in der Nähe ge⸗


