Weſen, die meinen Plänen im Wege ſtehen, die einzigen, welche ich fürchten muß! Und begehe ich ein Verbre⸗ chen? Was kann ich davor, wenn Weiber ſchwache Ner⸗ ven haben, und— ſtill, ſie kommt!“
Der Mann unterbrach ſeine gemurmelten Betrach⸗ tungen, denn er vernahm nicht allein die Schritte der Dame deutlicher, ſondern auch ſogar ihr leiſes Keuchen.
Jetzt erreichte ſie die Höhe, blieb einen Augenblick ſtehen, und warf einen unruhigen Blick an der Baum⸗ gruppe vorbei über den Weg, auf dem ſich der Erwartete nicht blicken ließ. Einen Augenblick lang ſchien es, als überlege ſie, ob es nicht gerathener ſei, nach der Villa, die ſie vor einer Viertelſtunde verlaſſen hatte, zurückzu⸗ kehren, ſtatt dieſen einſamen Pfad weiter zu verfolgen. Aber ſie beſann ſich eines anderen.
„Er hat ſich unbegreiflich verſpätet,“ ſagte ſie vor ſich hin,„aber er wird mir doch gewiß gleich entgegen⸗ kommen! Und überdieß iſt die Gegend hier ja durchaus nicht unſicher.“
Die junge Frau ſetzte kurz entſchloſſen ihren Weg fort.
Der Mann ſtand regungslos hinter dem Stamme einer rieſigen Buche. Er hielt den Athem an, aber ſeine Pulſe an den Schläfen hämmerten faſt hörbar. Seine Rechte preßte konvulſiviſch den Kolben der Piſtole, ſeine


