23 zuͤgen eine Demuth und Einfalt, die ſich je⸗ nen dann wohl auch aneignen wuͤrde.
Amalie verſetzte darauf— unſerm Lis⸗ chen iſt das Fraͤulein bereits bei der Werlam, als ein muſterhaftes bekannt worden, aber Geſellſchafterinnen erſcheinen mir als Luxus⸗ Artikel und ſind demnach um ſo entbehrlicher, wenn man ſelbſt drei Toͤchter und kein bedeu⸗ tendes Vermoͤgen hat.
Liebes Kind, entgegnete er: dem Fraͤu⸗ lein wurden, im Vertraueu geſagt, gerechte Anſpruͤche auf meine Unterſtuͤtzung, denn ſie iſt die Tochter meines ſeligen, zweiten Bru⸗ ders, der als Hofmeiſter, der Hofmeiſterin des Hauſes zu nahe trat.— Wallow er⸗ zaͤhlte jetzt ſeinem Malchen, was bereits die alte Veronika dem Vetter Rudolf, nur ohne Nennung des Namens, eroͤffnet hatte. Das Fraͤulein, fuhr er fort: weiß auch-von der
Goͤnnerin, die ſie groß zog, daß ich ihr


