15 Rudolf waltete noch immer in des Oheims Wohnung, er hatte eine gefaͤhrliche Opera⸗ zion uͤberſtanden, die ſeinen Kopf von dem zerruͤttenden Uebel befreiete und war heute zum erſten Male wieder auſſer Bett. Pauline, ſeine zaͤrtliche Pflegerin, ſchlich ſich jetzt aus dem Familien Zirkel fort, um ihm das Fruͤhſtuͤck zu bringen. Mein Muͤhm⸗ chen, ſagte er nach dem Morgengruſſe: Du ſcheinſt mir heute wieder recht duͤſter und be⸗ kuͤmmert, und das werde ich dann auch, wenn dieſer Spiegel ein finſtres Bild zeigt. Pauline leugnete erroͤthend, doch dran⸗ gen Zaͤhren unter den ſamtenen Wimpern hervor; eine dieſer blinckenden Perlen fiel in den Thee, den ſie ihm eben darbieten wollte und ſie zog betroffen die Taſſe zuruͤck, doch Wallow ergriff und leerte dieſe. O, Rudolf! lispelte ſie, verweiſend, doch auf's wohlthuendſte von dem Gunſtzei⸗
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