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Die Versucherinnen / von Gustav Schilling
Entstehung
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Andeve klug; gewiß, es ging nicht wie es ſoll⸗ te. Aber, was ſagte der Vater denn?

J. Alles Gute, das glaube mir. Nur fuͤr zu herrſchſuͤchtig hielt er Dich

S. Mich Arme? Wie?.

J. Nicht eben jetzt, nur etwa in der Zu⸗ kunft, meinte er Da wuͤrdeſt Du mit An⸗ ſpruͤchen hervortreten, die der Mann, der Herr, das Haupt des Hauſes, aus Achtung fuͤr Kro⸗ ne und Szepter nicht befriedigen, mit Fode⸗ rungen die er, ohne ſich des Regiments zu begeben, nicht gewaͤhren duͤrfe. Dieſer Wi⸗ derſtand, meint er ferner, werde dann, ganz unbezweifelt, Hader und Unmuth, laute Kla⸗ gen und ſtille Verbitterung, das ganze Gefol⸗ ge der Ehe⸗Daͤmonen zwiſchen den verſagen⸗ den Silveſter und die verlangende Saͤbine werfen. Was ſagſt denn Du dazu, mein Kind?

S. Daß Du nur necken, warnen, aͤngſti⸗ gen, und dann ploͤtzlich den Vorhang aufziehn und mich in's Paradies fuͤhren wirſt.

J. Wollte Gott! Aber ich mußte ihm ja Recht geben.

Bin ich denn ſo begehrlich? fragte ſie kleinlaut.

J. Der Vater kennt ſein Kind, er mag das fuͤrchten Laß uns einen Fall ſetzen, Si⸗