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Lieber! wie ſteht es denn? Ich warf einen wehmuͤthigen Blick auf die Gluͤhende und einen zweiten auf den harmloſen Mops, wel⸗ chen die Freude des Wiederſehns zu gewagten Spruͤngen begeiſterte. b
Du ſchweigſt? fuhr die Braut fort: Du ſeufzeſt? Wehe uns!
Sey ruhig, ſprach ich und gab ihr des Vaters Brief: der Onkel nahm mich guͤtig auf. Das Wenn und das Aber, die Zweifel und Bedenklichkeiten, der Aufſchub und die Wider⸗ ſpruͤche ſind am Ende, doch das Alter liebt dieſe Zuthat.
Sidonie ging mit dem vaͤterlichen Brief abſeits, und in Luiſens Augen lachte der Schalk. Wir wiſſen ſchon, daß alles richtig iſt, verſicherte ſie: daß Sie unſern zweiten Stock beziehn, und Lottchen dem Kriegsrath, an Sidoniens Statt, die Weitſähaf fuͤhren werde. 7t.
Jetzt kam meine Braut zuruͤck und hob die ſchmeichelnde Sirene an ihre Bruſt. Wir ſtanden hart am Strom. Unwillkuͤhrlich ſtreck⸗ te meine Hand ſich aus und— Kewicheit den knurrenden Liebling.
Aus dieſem Brieſe, ſprach ſie: werd' eine
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